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Zahnarztphobie (Zahnarztangst)

Die Angst vor dem Zahnarzt ist in der Bevölkerung ein weit verbreitetes Phänomen. Rund ein Drittel aller Menschen haben eine starke Zahnarztangst oder gar eine echte Zahnarztphobie und finden erst zu einem viel zu späten Zeitpunkt, teilweise auch gar nicht, den Weg zum Zahnarzt. Für Angstpatienten gibt es heutzutage eine Vielzahl von spezialisierten Zahnärzten für Zahnarztangst.


Inhaltsverzeichnis

» Abgrenzung zur Zahnarztangst
» Verschieden Arten der Angst
» Symptome der Zahnarztphobie
» Die Folgen von Zahnarztangst
» Trotz Phobie zum Zahnarzt

Abgrenzung zur Zahnarztangst

Um Missverständnisse zu vermeiden, müssen wir kurz auf die Definition von Zahnarztphobie eingehen, bei deren korrekten Bezeichnung es sich um die Zahnbehandlungsphobie handelt.

Von einer echten Zahnarztangst – also Zahnbehandlungsphobie – wird erst dann gesprochen, wenn die Angst so groß ist, dass sie zur Vermeidung des Zahnarztbesuches führt. Und dies teilweise über Jahre, in denen der Patient sogar oft weitere starke Schmerzen, kranke Zähne sowie die Unsicherheit über seinen Gesundheitszustand in Kauf nimmt, nur um nicht zum Zahnarzt gehen zu müssen. Die Angst ist bei den echten Phobikern so stark, dass sie alles andere dominiert.

Arten von Phobien

Auch bei der Zahnarztphobie lassen sich Unterschiede zwischen den Patienten beobachten. Denn der Ursprung der Angst, die sich mit der Zeit in eine Phobie gesteigert hat, kann ganz unterschiedlicher Herkunft sein. Unterteilen lassen sich die Ängste unter anderem in:

  • Angst vor Schmerzen
  • Angst vor Spritzen
  • Angst vor der Behandlung
  • Angst vor Kontrollverlust

Symptome der echten Zahnarztphobie

Die Zahnbehandlungsphobie kann zu schwerwiegenden physischen Beschwerden im Bereich der Zähne, aber auch zu einer hohen psychischen Belastung führen.

Wurde ein Behandlungstermin beim Zahnarzt vereinbart, kann der Patient schon beim Gedanken an den Termin starkes Unwohlsein verspüren. Die innere Anspannung führt häufig schon weit im Voraus zu Schlafstörungen, was sich gleichzeitig auf die Verfassung im Wachzustand auswirkt.

Physisch kann sich die Nervosität außerdem durch Durchfall und Übelkeit äußern. Aber auch Schweißausbrüche und Herzrasen kommen vor.

Zwar ist die Zahnbehandlungsphobie sehr selten – die meisten Patienten, die Zahnarztangst verspüren, zählen nicht als Phobiker –, doch wenn es sich tatsächlich um eine Phobie handelt, dann ist die Angst der Betroffenen meist so groß, dass sie den Gang zum Zahnarzt nicht schaffen.

Die Folgen von Zahnarztangst

Die Vermeidung des Zahnarztbesuchs führt in zweierlei Hinsicht zu negativen Folgen. Einerseits werden die Beschwerden größer und auch die Angst nimmt zu, was wiederum zu einem weiteren Vermeiden des Gangs zum Zahnarzt führt. Auf der anderen Seite kann das Meiden der Zahnarztpraxis langfristig etwa zu größeren Schmerzen, üblem Mundgeruch, einer weiteren Ausbreitung von Karies, einer chronischen Parodontose und bis hin zu einem eigentlich vermeidbaren Zahnverlust führen.

In schlimmen Fällen hat die Zahnarztphobie auch Auswirkungen auf das soziale Umfeld des Patienten. Aus Scham über den Zustand der eigenen Zähne zieht man sich als Betroffener unter Umständen sehr zurück und vernachlässigt soziale Kontakte bis hin zur gänzlichen Vermeidung.

Um diese Folgen gar nicht erst entstehen zu lassen, gibt es heute eine Vielzahl von Zahnärzten, die die Ursachen der Zahnarztangst proaktiv anzupacken wissen und darüber hinaus schonende und sanfte Behandlungsmethoden für Angstpatienten anbieten.

Wichtig: Trotz Zahnarztphobie zum Zahnarzt

Doch was tun bei großer Zahnarztangst? Auf Angstpatienten spezialisierte Zahnärzte offerieren eine Vielzahl an Behandlungsverfahren zur Sedierung der Patienten. Zu nennen sind hier etwa Hypnose, Fantasiereisen oder die Behandlung mit Lachgas. Wichtig ist, sich die Angst einzugestehen und eine Therapie zu beginnen – in welcher Form ist dabei nebensächlich. Hauptsache der erste Schritt ist getan.

Möglichkeiten der Behandlung und Angsttherapie

Für Patienten mit echter Zahnarztphobie sind aber selbst diese Verfahren nicht ausreichend, da sie auch hierfür den Weg in die Praxis schaffen müssten. Für die nachhaltige Behandlung der Phobie ist es daher wichtig, sich in die Hände eines erfahrenen Psychotherapeuten zu begeben.

Wird am Ursprung der Angst angesetzt, kann daran gearbeitet werden, die Angst in den Griff zu bekommen. Und ist der Patient letztendlich so weit gestärkt, dass er den Zahnarztbesuch wahrnimmt, kann die Behandlung beispielsweise unter Vollnarkose erfolgen.

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Zuletzt aktualisiert am: 14.03.2022
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Dr. Christiane Hinzen über:

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Christiane Hinzen
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