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Experten-Sprechstunde

Ozontherapie beim Zahnarzt

Karina Ratz Ludwigshafen am Rhein

In dieser Experten-Sprechstunde beantwortet Karina Ratz, Zahnärztin aus Ludwigshafen am Rhein (Mundenheim), Fragen von Patienten zum Thema: Ozontherapie beim Zahnarzt

Ozon ist ein farbloses, stark riechendes Gas und eine energiereiche Form des Sauerstoffes. Es besteht aus drei Sauerstoffatomen und hat eine desinfizierende Wirkung. Während das natürliche Ozon in der Natur eine ökologische Schutzfunktion erfüllt, kann es als medizinisches Ozon der Beseitigung von Karies und entzündlichen Vorgängen wie Parodontitis, Aphten und sogar Pilzen dienen. Unter einer Behandlung mit Ozon tötet das chemisch sehr reaktive Gas durch seine desinfizierende Eigenschaft wirkungsvoll Bakterien ab und hemmt Entzündungen.
Da Karies durch Bakterien an der Zahnoberfläche verursacht wird und die Methode mit Ozon den Kampf mit den Bakterien aggressiv aufnimmt, kann man diese Frage durchaus mit „Ja“ beantworten. die Ozontherapie ist die bislang einzige Methode, eine Karies ohne Bohren zu heilen. Jedoch soll auch erwähnt werden, dass diese Methode nur greift, wenn die Karies noch relativ klein ist und nicht bereits zu tief im Zahninneren besteht. Großflächige und tiefsitzende Karies lässt sich mit Ozon nicht erfolgversprechend behandeln.
In einer ersten Sitzung muss zunächst ermittelt werden, an welchen Stellen genau und wie tief Karies besteht. Das geschieht mit einem speziellen Lasergerät, welches den Zahn abtastet und so den Umfang einer Karies messen und lokalisieren kann. Steht der Umfang fest, findet zunächst eine mechanische Vorreinigung statt. Erst danach geht es mit der Ozontherapie los. Mit einem speziellen Applikator wird für etwa zehn bis vierzehn Sekunden reines Ozon auf die erkrankten Stellen aufgebracht. Sofort fängt das Gas an, antibakteriell zu wirken und etwa 99,9 Prozent der Bakterien sterben ab. Dabei dringt das Gas auch leicht in tiefere Schichten und sorgt dort ebenfalls für eine bakterienfreie Situation. Ist diese Vorbehandlung abgeschlossen, wird der Zahn remineralisiert. Das ist deshalb wichtig, weil sowohl Karies als auch Ozon einen Mineralienverlust erzeugen, der die Zahnsubstanz reduziert. Innerhalb der Behandlung mit Ozon werden die behandelten Stellen drei Monate lang zweimal täglich mit einem speziellen Gel, das mit Fluorid angereichert ist, überzogen, sodass der Zahn am Ende der Therapie wieder komplett gesund ist.
Die Wirkkraft von Ozon ist nicht nur sehr schnell, sie entfaltet sich auch in jeder noch so kleinen, verwinkelten Fissur innerhalb der Zahnstruktur. Innerhalb von sechzig Sekunden wird mit Ozon erreicht, dass sämtliche Bakterien, Viren und Pilze eliminiert werden. Auf diese Weise ist Ozontherapie eine sanfte, schmerzlose Alternative der Behandlung mit durchweg gutem Behandlungserfolg.
Nach bisherigem Stand der Wissenschaft sind Risiken und Nebenwirkungen bei einer Behandlung mit Ozon nicht bekannt. Zwar handelt es sich bei Ozon um ein aggressives und auch giftiges Gas, jedoch wird das Gas insoweit medizinisch aufbereitet und per Vakuumtechnik eingesetzt, dass es während der Behandlung weder in den Kreislauf eindringen kann noch andere, gesunde Areale schädigt. Die Ozontherapie ist also eine gute Alternative, die dafür sorgt, anders als beim Bohren, dass viel mehr von der Zahnsubstanz erhalten bleibt.
Wie schon erwähnt, ist eine Behandlung mit Ozon frei von Risiken und hat demzufolge auch keine Nachteile. Die einzige Einschränkung besteht darin, dass die Ozontherapie keinen sehr großen, tief sitzenden Befall von Bakterien vernichten kann. In seltenen Fällen kann es auch vorkommen, dass bei einer Überdosierung mit Fluorid eine weißliche Verfärbung der Zähne entsteht.
Schwerpunktmäßig findet die Ozontherapie Anwendung bei der Kariesbehandlung. Mittlerweile ist man aber auf Grund der stark desinfizierenden Wirkung dazu übergegangen, Ozon auch bei der Behandlung von Parodontitis und entzündlichen Zahntaschen, den sogenannten Aphten einzusetzen. Auch bei Behandlungen von Wurzelentzündungen macht der Einsatz von Ozon Sinn, weil das Gas jeden noch so kleinen Wurzelkanal erreicht. Im Übrigen eignet sich die Ozontherapie auch hervorragend als Teil der Prophylaxe-Behandlung.
Wie bei vielen anderen Behandlungskonzepten, die in der modernen Zahnmedizin angeboten werden, handelt es sich auch bei der Ozontherapie leider nicht um eine Regel- bzw. Standardversorgung. Das bedeutet, dass die gesetzlichen Krankenkassen dies eher als Luxus werten und deshalb bei dieser Art der Behandlung keine Zuschüsse vergeben. Mit anderen Worten: Man muss die Kosten von A bis Z selbst tragen. Bei privaten Versicherern mag der Fall anders liegen. Je nachdem, welcher Tarif abgeschlossen wurde, ist es möglich, dass zumindest ein Teil der Behandlung mit Ozon übernommen wird. Es ist deshalb ratsam, dass man sich vor Beginn der Behandlung bei diesen informiert.

Die Experten-Sprechstunde dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose und ersetzt eine Behandlung weder medizinisch noch rechtlich. Die Antworten spiegeln die Meinung des Autors wieder und nicht die der Betreiber von www.zahnarzt-arztsuche.de


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