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Experten-Sprechstunde

Hypnose beim Zahnarzt

Elham Majdani Berlin

In dieser Experten-Sprechstunde beantwortet Elham Majdani, Zahnärztin aus Berlin (Charlottenburg), Fragen von Patienten zum Thema: Hypnose beim Zahnarzt

Der Hypnosezustand ist ein besonderer Zustand, bei dem der Patient in sehr große Entspannung versetzt wird. Der Zustand dieser großen Entspannung kann nicht erzwungen werden, das heißt es muss auch eine „innere“ Bereitschaft des Patienten vorhanden sein. Zirka 80 Prozent aller Patienten lassen sich leicht hypnotisieren, rund 10 Prozent sogar sehr gut.
Die Hypnose hat grundlegend drei Wirkungen auf den Organismus. Sie führt zur Entspannung der Muskulatur, der Senkung der Pulsfrequenz sowie zur Beruhigung der Atmung. Sie eignet sich daher speziell für die Behandlung von so genannten „Angstpatienten“, da die Angst „heruntergefahren“ und durch ein Mehr an Entspannung ersetzt wird. Es ist unter Hypnose bei einem Teil der Patienten sogar möglich, auf die Verwendung einer Betäubung zu verzichten.
Eine Hypnose macht unter anderem Sinn, wenn Patienten unter Zahnarztangst leiden. Daneben kann sie gerade längere Behandlungen zu einer angenehmeren Erfahrung machen. Des Weiteren Hypnose zu empfehlen bei Patienten, die normale Betäubungsmittel nicht vertragen oder unter starkem Würgereiz leiden. Auch bei Kindern ist Hypnose anwendbar, so etwa wenn die Kinder nicht zu einer Behandlung unter Betäubungsmitteln oder unter herkömmlichen Umständen bereit sind. Darüber hinaus zeigt die Hypnose positive Wirkung bei Patienten mit chronischen Kopfschmerzen.
Der Patient hat bei der Behandlung weniger Schmerzen und ist sehr entspannt, jedoch bekommt er alles mit und ist nicht willenlos. Zur weiteren Entspannung und Ablenkung von der Behandlung bekommt der Patient oft Kopfhörer angeboten, auf dem beispielsweise Trancemusik zu hören ist. Wichtig ist, dass sich die Wahrnehmung des Patienten bei der Hypnose voll auf sein Innenleben richtet, er jedoch alles um ihn herum mitbekommt. Er ist weder willenlos noch kann mit ihm etwas gemacht werden, was er nicht will. Die Hypnose beim Zahnarzt hat demnach nichts mit der „Showhypnose“ zu tun, welche oft im TV zu sehen ist.
Hypnose ist nicht möglich, wenn der Patient dieser vorher nicht zugestimmt hat. Es bedarf der Unterstützung des Patienten sowie dessen Willen zur Kooperation. Kurz gesagt: Je bereitwilliger und offener der Patient ist, den Anweisungen des Arztes zu folgen, desto erfolgreicher ist die Hypnose und desto weniger wird er von der Behandlung mitbekommen.
Nein, nicht bei jedem Patienten. Zirka 10 Prozent aller Menschen sind schwer zu hypnotisieren. Ob die Hypnose bei einem Patienten wirkt, hängt auch davon ab, wie leicht er sich auf ein Thema konzentrieren und in den so genannten inneren Zustand der „Trance“ gehen kann. Wenn jemand etwa gerne liest und leicht das Gefühl entwickelt, „mitten im Geschehen“ zu sein, dann ist diese Person wahrscheinlich relativ leicht zu hypnotisieren. Auch ein Zeichen erhöhter Konzentrationsfähigkeit und Bereitschaft zur Hypnose ist, wenn sich jemand bei TV-Sendungen, im Kino oder bei Sportevents kurzzeitig schon mal so fühlt, als wäre er kurzzeitig „weggetreten“.
Während der Hypnose ist es in der Regel so, dass die Patienten weniger Schmerzen empfinden. Ein vollkommenes Abstellen des Schmerzes ist jedoch meist nicht möglich. Viele Patienten gehen davon aus, dass sie im Zustand der hypnotischen Trance vollkommen schmerzunempfindlich sind. Meistens ist es so, dass die Patienten das Gefühl haben, dass der Zahnarzt gerade „irgendetwas macht“ ohne jedoch wirklich Empfindungen eines „echten Schmerzes“ zu haben.
Diese Frage beschäftigt viele Patienten zumeist vor der ersten Hypnose. Jedoch ist diese Angst unberechtigt. Der Patient spürt unterbewusst während der Hypnose, dass er den Trancezustand nicht verlassen sollte und auch nicht verlassen will. Er „lernt“ sogar unterbewusst, wie er den Zustand trotz für ihn unvorhergesehener Zwischenfälle aufrechterhalten kann, wie zum Beispiel, wenn der Zahnarzt den Bohrer wechselt. Kurz: Der Patient merkt, dass er sich im Zustand der Hypnose wohler fühlt und verlässt diesen daher nicht gerne.
Die Hypnose beim Zahnarzt ist bis heute nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgeführt. Noch fehlt es der Methode an gesellschaftlicher beziehungsweise öffentlicher Akzeptanz, obgleich sie eine sehr wirksame Hilfe der Behandlung darstellt. Diese Wirkung konnte wissenschaftlich bereits mehrfach nachgewiesen werden. Daher wird der Patient wohl nicht von seiner Krankenkasse bei der Übernahme der Kosten unterstützt werden. Da die Hypnose eine Privatleistung ist, sollten sich Privatversicherte bei ihrer Versicherung erkundigen, ob die Kosten übernommen werden.

Die Experten-Sprechstunde dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose und ersetzt eine Behandlung weder medizinisch noch rechtlich. Die Antworten spiegeln die Meinung des Autors wieder und nicht die der Betreiber von www.zahnarzt-arztsuche.de


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