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Mundfäule
Kompetente Hilfe beim Zahnarzt

Mundfäule bezeichnet eine Entzündung der Mundschleimhäute, die unter anderem von Herpesviren ausgelöst werden kann und oftmals bereits im Kindesalter auftritt. Eine derartige Entzündung kann durch Tröpfcheninfektion übertragen werden und hoch ansteckend sein.


Inhaltsverzeichnis

» Was ist Mundfäule?
» Ursachen von Mundfäule
» Symptome und Verlauf der Mundfäule
» Behandlungsmöglichkeiten bei Mundfäule
» Tipps zur Vorbeugung von Mundfäule
» Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
» Mundfäule bei Erwachsenen
» Fazit

Was ist Mundfäule?

Es gibt zahlreiche verschiedene Formen von Mundfäule. Außerhalb der fachsprachlichen Verwendung bezeichnet der Begriff meist eine "Gingivostomatitis herpetica", also durch Herpesviren ausgelöste Mundfäule. Es können aber auch andere Varianten gemeint sein.

Auffälligstes Anzeichen von Mundfäule ist die Bildung von schmerzhaften Bläschen und Aphthen. Die infektiösen Stellen in der Mundschleimhaut heilen zwar in der Regel nach spätestens zwei Wochen wieder ab, bei starken Beschwerden ist dennoch ein Arztbesuch notwendig, um eine individuell geeignete Behandlung einzuleiten. Während einer Mundfäule-Infektion kann die Lebensqualität stark sinken - mit Mundfäule infizierte Kinder verweigern wegen der möglichen Schmerzen häufig sogar die Nahrungsaufnahme.

Ursachen von Mundfäule

Mundfäule kann viele verschiedenartige Ursachen haben. Neben Viren können auch Bakterien und Pilze für eine Infektion verantwortlich sein. Ein geschwächtes Immunsystem begünstigt die Entwicklung der Krankheit, da schädliche Mikroorganismen dann auf weniger Widerstand stoßen.

Zudem gibt es eine Vielzahl an nicht infektiösen Auslösern wie mangelhafte Mundhygiene, Unverträglichkeiten und Allergien, Verletzungen, starker Tabak- und Alkoholkonsum, Vergiftungen und schlechtsitzender Zahnersatz. Nicht selten entwickelt sich Mundfäule aus einer Zahnfleischentzündung, die als Folge von Plaque und Zahnstein auftritt.

Symptome und Verlauf der Mundfäule

Neben Aphthen gehören vor allem Schwellungen, Rötungen, Mundgeruch, Blutungen, unangenehmes Kribbeln und Brennen, Taubheitsgefühl und Geschmacksverlust zu den auffälligen Symptomen von Mundfäule. Außer diesen sind viele weitere Beschwerden möglich, denn das Krankheitsbild kann sich je nach individueller Gesamtgesundheit erheblich unterscheiden.

Mundfäule kündigt sich in der Regel mit einem diffusen und allgemeinen Krankheitsgefühl an. Es kann für etwa fünf Tage zu hohem Fieber kommen, wobei die Lymphknoten am Hals anschwellen können. Oftmals schwillt in der Folge auch das Zahnfleisch an und die Mundinnenseiten entzünden sich, was mit Bläschen auf Zahnfleisch, Zunge und Gaumen einhergeht. Im fortgeschrittenen Verlauf der Erkrankungen können diese Bläschen anfangen zu eitern und sich zu hartnäckigen Geschwüren entwickeln. Während einer akuten Infektion kann die Nahrungsaufnahme recht schmerzhaft sein.

Bei Erwachsenen sind die Symptome meist weniger stark als bei Kindern. Bis alle Bläschen austrocknen und sämtliche Schmerzreize nachlassen, vergehen normalerweise zwei bis drei Wochen. Nach überstandener Erkrankung besteht eine lebenslange Immunität, wobei im Körper verbleibende Viren in Phasen einer geschwächten Immunabwehr eine Herpesinfektion auslösen können.

Behandlungsmöglichkeiten bei Mundfäule

Je nach Ursache und individuellem Gesundheitszustand kann sich die Behandlung beim Zahnarzt unterscheiden. Generell liegt der Fokus auf der Linderung von Schmerzen und anderen Symptomen. Häufig werden die fiebersenkenden Schmerzmittel Ibuprofen oder Paracetamol verschrieben. Mundspülungen, Mundduschen, Gele und Sprays können zusätzlich dabei helfen, die Schmerzen zu lindern und die akuten Entzündungen zu bekämpfen.

Scharfe, heiße, harte und kantige Lebensmittel sind während einer Infektion nicht zu empfehlen, ebenso wie Nikotin- und Alkoholkonsum. Bei einer Beratung in der Apotheke können weitere Hilfsmittel und Präparate empfohlen werden, um den Heilungsprozess zu beschleunigen. Bei schlimmem Verlauf kann Ihr Arzt zusätzliche virushemmende Medikamente verordnen.

Auch Hausmittel mit einbinden

Zu den bewährten Hausmitteln gegen Mundfäule zählen Teegetränke aus Salbei, Pfefferminze, Kamille, Thymian und Myrrhe. Zudem sagt man Malve, Ringelblume und Sanddorn eine heilsame Wirkung nach. Ein weiteres bekanntes Hausmittel ist das Gurgeln mit Teebaumöl. Potenzielle Hilfe bieten auch die traditionelle chinesische Medizin (TCM), die Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) und homöopathische Präparate wie Globuli.

Tipps zur Vorbeugung von Mundfäule

Eine sorgfältige Zahnpflege und Mundhygiene bilden die wichtigsten Grundlage zur Vermeidung von Mundfäule. Auch die Zahnzwischenräume sollten regelmäßige von bakteriellen Ablagerungen befreit werden. In der Regel ist es ratsam, mindestens einmal jährlich eine professionelle Zahnreinigung in der Zahnarztpraxis vornehmen zu lasen. Bei Bedarf kann Ihr Zahnarzt Ihnen zusätzliche Hilfsmittel wie Zungenschaber empfehlen.

Die zweite Säule einer guten Vorsorge ist ein starkes Immunsystem, was man durch eine ausgewogene Ernährungsweise, Bewegung im Freien, gute Schlafqualität, Wechselduschen und Saunagänge unterstützen kann. Bei erhöhtem Risiko für Zahnfleischentzündungen hat sich nitrathaltige Rohkost wie roher Spinat, Rucola und Blattsalat bewährt. Sportliche Betätigung sollte in das richtige Verhältnis zu erholsamen Ruhephasen gesetzt werden. Tritt Mundfäule im sozialen Umfeld auf, ist direkter Körperkontakt zu vermeiden und erhöhtes Augenmerk auf Hygiene zu legen, um eine Ansteckung zu vermeiden.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Spätestens bei der Ausbildung von Bläschen und Geschwüren sollte sicherheitshalber ein Arzt aufgesucht werden, auch wenn die Krankheit an sich meist keine große Gefahr darstellt und die Genesung normalerweise ohnehin mindestens zwei Wochen dauert. Grundsätzlich sollten zudem alle wunden Stellen an den Mundschleimhäuten, die mehr als zehn Tage lang bestehen, ärztlich untersucht werden.

Gerade in familiären Zusammenleben kann es schnell zu einer Übertragungskette kommen, sodass idealerweise bereits erste Verdachtsfälle ärztliche begutachtet werden. Trotz der hohen Ansteckungsgefahr lassen sich dann noch rechtzeitig entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.

Mundfäule bei Erwachsene und Kindern

Im Erwachsenenalter tritt Mundfäule deutlich seltener auf als bei Kindern, da die Erstinfektion mit den auslösenden Viren in der Regel bereits in die erste Lebensphase fällt. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko einer Infektion mit Mundfäule wieder an. Zudem erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Mundfäule durch allgemeine Zahnprobleme und eine angegriffene Immunabwehr. Ein rechtzeitiger Arztbesuch, Medikamente und die Verwendung individuell geeigneter Hausmittel sorgen in der Regel dafür, dass Mundfäule ohne bleibende Schäden wieder abklingt.

Besonders häufig tritt Mundfäule im Alter von 10 Monaten bis drei Jahren auf. Bereits Babys können also von infektiösen Varianten betroffen sein. Bei Kindern sind Symptome wie plötzliches Fieber, Übelkeit und Aphthen meist ausgeprägter als bei Erwachsenen. Ist ein Kind in der Familie erkrankt, sollte für die Dauer der akuten Infektion auf Knuddeln, engen Körperkontakt und Küssen verzichtet werden, um eine Ansteckung zu vermeiden.

Fazit

Mundfäule ist eine verbreitete Erkrankung, die zahlreiche Ursachen haben kann. Oftmals wird sie durch Herpesviren ausgelöst, in dieser Form ist Mundfäule stark ansteckend. Für zwei bis drei Wochen können starke Entzündungssymptome wie Aphthen auftreten. In der Regel sorgt eine Kombination aus Medikamenten und Hausmitteln dafür, dass Mundfäule wieder vollständig abklingt.

Eine erneute Infektion ist anschließend sehr unwahrscheinlich, kann aber durch mangelnde Mundhygiene und ein geschwächtes Immunsystem begünstigt werden. Der Begriff Mundfäule kann verschiedene Krankheitsformen bezeichnen und wird oftmals nicht trennscharf verwendet. Aufgrund der vielfältigen Varianten sollten auffällige Symptome von Mundfäule schnellstmöglich beim Zahnarzt untersucht werden, um Klarheit über die Behandlungsmöglichkeiten zu erhalten.

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Zuletzt aktualisiert am: 13.09.2023
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