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Hypnose bei Zahnarztangst

Grundsätzlich ist die gezielte Ablenkung von der Angst vorm Zahnarzt, welche auch mit Hypnoseverfahren erreicht wird, ein probates Mittel, mit dem die Angst während der Behandlung auf schöne Gedanken umgelenkt wird. Professionell ausgebildete und mit Angstpatienten erfahrene Zahnärzte schaffen es, dass der Patient anstatt an den Bohrer während der Behandlung beispielsweise nur noch an grüne Wiesen oder an den Lebenspartner denkt.


Inhaltsverzeichnis

» Wie funktioniert die Hypnose?
» Willenlos unter Hypnose?
» Für wen geeignet?
» Wer trägt die Kosten?
» Vorteile
» Kontraindikationen
» Welcher Zahnarzt bietet Hypnose an?

Wie funktioniert Hypnose beim Zahnarzt?

Vor der eigentlichen Behandlung wird in einem Beratungsgespräch ausführlich über das Vorgehen und Ziel einer Hypnose informiert. Zudem wird die Eignung des Patienten geprüft, also ob er empfänglich für eine Hypnose ist. Bei etwa 90 Prozent der Patienten ist dies der Fall.

Erreichen des Trancezustands

Der Hypnotiseur – sei es der behandelnde Zahnarzt oder eine separate Person – begleitet den Patienten mit einer ruhigen Stimme und untermalt von Entspannungsmusik in den Trancezustand. Ist der Trancezustand erreicht, kann die eigentliche Behandlung beginnen. Diese nimmt der Patient nur noch sehr gedämpft wahr, als würde er sie aus weiter Ferne erleben.

Durch die Hypnose wird die Amygdala angesprochen, eine Region im Gehirn, die an der Entstehung von Angstgefühlen beteiligt ist. Genau hierdurch wird die angstvermindernde Wirkung erzielt.

Verspüre ich Schmerzen?

Im tiefen Trancezustand befindet sich der Patient geistig weit entfernt vom Behandlungsgeschehen, wodurch die Schmerzwahrnehmung beeinflusst wird. Der Schmerz wird daher sehr vermindert oder sogar überhaupt nicht mehr wahrgenommen.

Ist man unter Hypnose willenlos?

Als Patient bleiben Sie bei einer Hypnose die ganze Zeit über ansprechbar und Sie bekommen alles was geschieht mit. Durch die Konzentration auf Ihr Innenleben zwar mit einer gewissen Distanz, jedoch brauchen Sie keine Sorge haben, dass Ihr Zustand unter Hypnose auf eine ungewollte Weise genutzt wird.

Für wen ist Hypnose geeignet?

Für etwa 90 Prozent der Bevölkerung ist Hypnose eine gute Möglichkeit, um Angst und Schmerzen bei einem Zahnarztbesuch zu reduzieren. Die übrigen 10 Prozent lassen sich nur schwer hypnotisieren.

Ob sich jemand für eine Hypnose eignet oder nicht, wird in einem Beratungsgespräch und einer Probe-Hypnose vor der Behandlung geklärt. Die Einstellung des Patienten trägt einen großen Teil dazu bei, ob eine Hypnose erfolgreich ist. Auch die Fähigkeit, sich leicht auf eine bestimmte Sache konzentrieren zu können, unterstützt das Erreichen des Trancezustandes enorm.

Wer trägt die Kosten für Hypnose?

Obwohl verschiedene internationale Studien die Wirksamkeit der Hypnose belegen, ist sie keine Leistung, die von gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Sind Sie privat versichert, ist es ratsam, sich vorab bei Ihrer Krankenversicherung nach der Kostenübernahme oder -beteiligung zu erkundigen.

Müssen Sie selbst für die Hypnose-Kosten beim Zahnarzt aufkommen, können Sie damit rechnen, dass pro Sitzung Kosten in Höhe von ca. 100 Euro auf Sie zu kommen.

Vorteile

Für den Patienten

Die Vorteile, die eine Hypnose bei einer Zahnbehandlung für den Patienten mit sich bringt, liegen auf der Hand:

  • Der Patient ist entspannter
  • Der Patient empfindet weniger Angstgefühle
  • Der Patient empfindet weniger Schmerzen

Auch nach der Behandlung hält das entspannte und positive Gefühl an, sodass der Patient eventuell schon mit weniger Sorge auf den nächsten Behandlungstermin blicken kann. Der Einsatz der Hypnose kann sich also auch langfristig positiv auf die Zahnarztangst auswirken.

Für den Zahnarzt

Auch für den Zahnarzt bringt die Hypnose Vorteile mit sich. Da sich die Anspannung eines Patienten auch auf den Behandler überträgt, ist ein unter Hypnose entspannter Patient für beide Seiten ein Gewinn. Zwar bedeutet sie vorab etwas Mehraufwand, doch während der Behandlung kann der Zahnarzt ruhig und präzise arbeiten. Ohne Unterbrechungen oder Ablenkung ist auch die eigentliche Behandlung schneller beendet.

Kontraindikationen

Da bei der Hypnose bestimmte Gehirnareale angesprochen werden, kann es für manche Patienten besser sein, auf diese Methode zu verzichten.

Kontraindikationen sind beispielsweise:

  • Einnahme von Psychopharmaka
  • Bestimmte psychische Erkrankungen
  • Erkrankungen des zentralen Nervensystems

In diesen Fällen sollte vorzugsweise auf eine andere Wahl der Angstminderung gewählt werden. Sprechen Sie hierzu am besten offen mit Ihrem Zahnarzt oder Arzt.

Welcher Zahnarzt bietet Hypnose an?

Hypnose in der Zahnmedizin wird häufig in Praxen angeboten, die sich auf die Behandlung von Angstpatienten spezialisiert haben. Als Patient ist es wichtig darauf zu achten, dass der Zahnarzt sich entsprechend fortgebildet hat und qualifiziert ist.

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Zuletzt aktualisiert am: 10.03.2022
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Christiane Hinzen
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