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Experten-Sprechstunde

Säure-Basen-Diagnostik

Michael Kratschmayr Baden-Baden

In dieser Experten-Sprechstunde beantwortet Dr. Michael Kratschmayr, Zahnarzt aus Baden-Baden, Fragen von Patienten zum Thema: Säure-Basen-Diagnostik

Grundlage der Säure-Basen-Diagnostik sind die pH-Werte von Körperflüssigkeiten wie Urin. Mit dem pH-Wert misst man den sauren bzw. basischen chemischen Reaktionscharakter einer wässrigen Lösung, welcher sich vereinfacht gesprochen durch die Konzentration von Wasserstoffionen ergibt. Eine neutrale Lösung (reines Wasser) hat den pH-Wert 7, eine saure Lösung einen pH-Wert < 7 und eine basische Lösung einen pH-Wert > 7.

Unser Körper besteht zu 70 Prozent aus Wasser, die Stoffwechselprozesse laufen in wässrigen Lösungen ab. Die Messung von pH-Werten erlaubt daher Rückschlüsse darauf, wie gut der Stoffwechsel funktioniert. Der pH-Wert des Urins unterliegt im Tagesverlauf starken Schwankungen zwischen 4,8 und 7,2. Die gemessenen pH-Werte werden mit der individuellen Ernährung, Lebensweise und Krankheitsgeschichte in Zusammenhang gebracht.

In jedem Körperbestandteil muss der richtige pH-Wert vorherrschen, damit die chemischen Reaktionen des Stoffwechsels reibungslos funktionieren können. Bei einem funktionierenden Säure-Basen-Haushalt liegt der pH-Wert des Blutes konstant zwischen 7,35 und 7,45, idealerweise bei etwa 7,4. Der pH-Wert des Blutes hat im Körper übergeordnete Priorität: Zur Aufrechterhaltung lebenswichtiger Körperfunktionen darf der Toleranzbereich der pH-Werte des Blutes nicht unter- bzw. überschritten werden.

Hierfür sorgt ein sehr komplexer physiologischer Regelkreis, an dem zahlreiche Organe wie die Nieren, die Leber, die Lunge und die Haut entscheidend beteiligt sind. Pufferbasen wie Carbonat und Mineralien binden überschüssige Säuren im Blut und den Geweben und führen sie dem Ausscheidungskreislauf zu. Ist die Kapazität der Puffersysteme für den Ausgleich von sauren und basischen Anteilen erschöpft, wird auf hierfür nicht vorgesehenes Gewebe ausgewichen.

Der Säure-Basen-Haushalt wirkt sich auf den Zustand des Kiefergelenks, des Zahnfleischs, der Zähne und des Speichels aus. Unverarbeitete Stoffwechselprodukte lagern sich als Schlacken im Bindegewebe, den Muskeln und den Gelenken ab. Die Durchblutung und die Zufuhr von Nährstoffen werden hiervon beeinträchtigt. Gerade im Zusammenhang mit der heute verbreiteten sauren Ernährung kann der Säure-Basen-Diagnostik eine grundlegende Rolle für die Gesundheit der Zähne und des Zahnhalteapparats (Parodontium) zukommen.

Verstärkte Anfälligkeit für Karies und Zahnfleischerkrankungen kann ihre Ursache in einem gestörten Säure-Basen-Haushalt haben. Durch ernährungsbedingte Säurezufuhr angegriffener Zahnschmelz kann am besten durch den Speichel remineralisiert werden, wenn dessen pH-Wert 7 bis 7,1 beträgt. Verspannungen im Kiefer und Schnarchen können ebenfalls von einer latenten Übersäuerung (Azidose) herrühren.

Der Verlauf von Entzündungen und Wundheilungsprozessen wird durch den pH-Wert des Blutes beeinflusst. Zu den verbreiteten Folgen einer übersäuerten Mundhöhle zählt auch Mundgeruch. Dies kann auch anatomisch bedingt sein, indem saure Magensekrete in die Speiseröhre gelangen. Vor allem Zahnärzte mit ganzheitlichem Behandlungsansatz nutzen die Säure-Basen-Diagnostik.

Mit einem Urintest wie der Säure-Basen-Titration nach Dr. Sander, die fünf Probeentnahmen zu bestimmten Uhrzeiten umfasst, lassen sich die pH-Werte des Harns im Tagesverlauf erfassen. Die Auswertung der Proben erfolgt in einem Labor, das auf analytische Medizin spezialisiert ist. Die körpereigenen Reservekapazitäten der Puffersysteme für Säuren werden im Aziditätsquotient bestimmt, um ein zuverlässiges Maß für die Gewebeübersäuerung zu erhalten.

Anhand der Analyseergebnisse können Rückschlüsse darauf gezogen werden, wie sich ein Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt wieder regulieren lässt. Ein kompetenter Zahnarzt für die Säure-Basen-Diagnostik empfiehlt seinen Patienten daraufhin leicht umsetzbare Maßnahmen, beispielsweise über eine Ernährungsumstellung hin zu mehr basischer Kost.

Durch seine grundlegende Funktion kann der Säure-Basen-Haushalt sehr viele verbreitete Beschwerden und Erkrankungen begünstigen oder sogar auslösen. Von Symptomen wie leichten Schmerzen, Müdigkeit, Spliss und Osteoporose bis hin zu gefährlichen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Nierenleiden, Depressionen und Tinnitus ist die Liste sehr umfangreich.

Bei der Säure-Basen-Diagnostik wird oftmals eine latente stoffwechselbedingte (metabolische) Azidose des Gewebes festgestellt, die durch einseitige Ernährung zustande kommt. Fleisch, Käse, Eier, Fastfood, Kaffee, Süßigkeiten und viele weitere Nahrungsmittel können hier zusammenwirken. Ein Mangel an basischer Ernährung bewirkt, dass wichtige Mineralsalze und Spurenelemente fehlen. Andere verbreitete Einflussfaktoren sind beispielsweise Stress, Schlafmangel und die Einnahme von Medikamenten wie Schmerzmitteln.

Viele weitere Ursachen können ein Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt bewirken. Wenn der pH-Wert des Blutes den Toleranzbereich zwischen 7,35 und 7,45 nur leicht unter- oder überschreitet, beispielsweise durch Lungenkrankheiten, Nierenversagen oder extremen Alkoholismus, kann dies eine lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisung sein.

Je nach Ausprägung des Säure-Basen-Ungleichgewichts und der Einordnung in die individuelle Krankheitsgeschichte kann die Therapie sehr unterschiedlich ausfallen. Um das Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen auszugleichen, können bei der verbreiteten latenten Übersäuerung beispielsweise ein individueller Plan für die säurearme Ernährung erstellt und milde Baseninfusionen verabreicht werden. Grundsätzlich sollte man ausreichend trinken.

Allgemeingültige Aussagen lassen sich hierzu nicht treffen. Die Tests zu den Werten des Säure-Basen-Haushalts werden nicht immer von der Krankenkasse übernommen, kosten aber in der Regel weniger als 200,- Euro. In den meisten Fällen ist die Säure-Basen-Diagnostik eine kostengünstige Methode, um entscheidende Hinweise für das gesundheitliche Wohlergehen zu erhalten.

Die Experten-Sprechstunde dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose und ersetzt eine Behandlung weder medizinisch noch rechtlich. Die Antworten spiegeln die Meinung des Autors wieder und nicht die der Betreiber von www.zahnarzt-arztsuche.de


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