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Experten-Sprechstunde

Kreidezähne (Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH))

Charlotte Pfeifer Lüneburg

In dieser Experten-Sprechstunde beantwortet Dr. Charlotte Pfeifer, Zahnärztin aus Lüneburg (Altstadt), Fragen von Patienten zum Thema: Kreidezähne (Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH))

Kreidezähne weisen eine Mineralisationsstörung im Zahnschmelz auf, sodass sie ungleich weicher sind als gesunde Zähne. Durch den beim Kauen entstehenden Druck fangen sie an zu zerbröseln. Der Zahnschmelz von Kreidezähnen ist bis zu zehn Mal weicher als gesunder Zahnschmelz. In der zahnmedizinischen Fachsprache spricht man übrigens von Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH).

Häufig treten zunächst gelblich bis bräunlich gefärbte Flecken auf den Zähnen auf. Im weiteren Verlauf entwickeln sich Furchen im Zahnschmelz. Zu den Symptomen von Kreidezähnen zählt eine stark erhöhte Empfindlichkeit beim Verzehr von kalten und heißen Speisen. Bei einer fortgeschrittenen MIH sind die Zähne porös geworden und brechen leicht. Die Kariesanfälligkeit ist deutlich erhöht. Von der Erkrankung können bereits die Milchzähne betroffen sein. Besonders häufig befällt sie die ersten bleibenden Backenzähne (Molare) und die bleibenden Schneidezähne.

Spätestens im achten Lebensjahr, idealerweise bereits wesentlich früher, sollte eine Kontrolluntersuchung bei einem spezialisierten Zahnarzt für MIH erfolgen. Die ersten Symptome können mit denjenigen von anderen Zahnerkrankungen verwechselt werden.

Bereits im achten Monat der Schwangerschaft können erste Anzeichen festgestellt werden. Die entscheidende Phase für die Entwicklung von MIH währt bis zum vierten Lebensjahr. Bereits in dieser Zeitspanne wird die Mineralisation der ersten bleibenden Backenzähne und der bleibenden Schneidezähne weitgehend abgeschlossen.

Die genauen Ursachen für Kreidezähne sind unklar. Zu den möglichen Einflussfaktoren zählen Infektionskrankheiten, Antibiotika, Erkrankungen der oberen Luftwege, Dioxine und gesundheitliche Probleme während der Schwangerschaft. In Tierversuchen sind außerdem Zusammenhänge mit in Plastik enthaltenen Weichmachern festgestellt worden. Vermutlich wirken meist mehrere Faktoren zusammen, wenn die Mineralisation des Zahnschmelzes gestört ist.

Auffällig ist, dass die Anzahl der Patienten mit Kreidezähnen sehr stark zugenommen hat, seitdem MIH im Jahr 1987 erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde. Immer mehr Kinder leiden unter schlecht mineralisierten Zähnen – Kreidezähne sind zu einer regelrechten Volkskrankheit geworden.

Sicherheitshalber sollte gerade in den ersten vier Lebensjahren auf Plastikverpackungen und Plastikflaschen verzichtet werden. Ebenso sollten Schwangere darauf achten, möglichst wenig potentielle Schadstoffe, wie Weichmacher, aufzunehmen. Da die genauen Ursachen nicht geklärt sind, gibt es jedoch keine Garantie dafür, durch solche Vorsichtsmaßnahmen von MIH verschont zu bleiben.

Vorsorglich sollten die heranwachsenden Zähne von Kindern regelmäßig bei einem auf Kreidezähne spezialisierten Zahnarzt untersucht werden, um die zunehmend verbreitete Erkrankung so früh wie möglich zu erkennen und zu behandeln. Kreidezähne treten vor allem bei Kleinkindern und Kindern auf. Im Erwachsenenalter entwickelt sich keine MIH mehr.

Bei der Therapie von Kreidezähnen geht es um die bestmögliche Versiegelung der Defekte, die Rekonstruktion von Kauflächen, die Stabilisierung der Zahnhartsubstanz und die Schmerzausschaltung. Fluoridhaltige Zahnpasten und Gele können den Zahnschmelz stärken und schützende Versiegelungen im Rahmen der zahnmedizinischen Prophylaxe können die erkrankten Zähne vor Kariesbefall bewahren. Rückgängig machen lassen sich die Schäden durch MIH jedoch leider nicht mehr – umso wichtiger sind Früherkennung und regelmäßige zahnärztliche Behandlung.

Die Experten-Sprechstunde dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose und ersetzt eine Behandlung weder medizinisch noch rechtlich. Die Antworten spiegeln die Meinung des Autors wieder und nicht die der Betreiber von www.zahnarzt-arztsuche.de


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